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Mehr Kitaqualität braucht mehr Personal für alle

Weiterhin gewaltige Anstrengungen beim Kitaausbau nötig

Die kinder- und jugendpolitische Sprecherin Katrin Möller erklärt:

Laut Medienberichten hat der Senat mit seinem Haushaltsplanentwurf Verbesserungen bei der Betreuung in sogenannten Brennpunkt-Kitas versprochen. Das ersetzt nicht eine Verbesserung der Regelausstattung und wird daher nicht reichen, damit alle Berliner Eltern und Kinder ihr Recht auf einen Kitaplatz ab dem ersten Lebensjahr in Anspruch nehmen können. Dafür sind weiterhin gewaltige Anstrengungen beim Kitaausbau nötig. Mindestens 18.500 neue Plätze sollen bis 2019 geschaffen werden. Dafür muss sich der Senat auch dem Fachkräftemangel und der Überlastungssituation des pädagogischen Personals in allen Einrichtungen stellen.

Genau darum ging es gestern bei einem Treffen des Vorstands der Linksfraktion mit dem Berliner Kitabündnis, bei dem wir deutlich gemacht haben, dass wir seine Forderungen unterstützen.

Danach soll bei den Unter-Dreijährigen eine Erzieherin nur noch für vier statt für mehr als sechs Kinder zuständig sein. Außerdem soll eine Leitungskraft ab einer Belegung von 80 und nicht wie derzeit ab 120 Kindern von der Gruppenarbeit freigestellt sein. Für den weiteren Kitaplatzausbau sollen bestehende bürokratische Hürden abgebaut und endlich landeseigene Grundstücke zu Sonderkonditionen bereitgestellt werden, damit kommunale und freie Kitaträger bedarfsgerecht neue Kitas bauen können.

Gutes Personal, Zeit für gute Förderung der Kinder, die Beratung der Eltern, ein fachgerechter Personalschlüssel und Qualitätssicherung durch moderne inhaltliche Vor- und Nachbereitung, sowie für die Einarbeitung von Nachwuchskräften sind Forderungen, die mit dem jetzt bekannt gewordenen Angebot des Senats nicht erfüllt sind.


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