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Sozial- und Erziehungsdienste muss auch Berlin besser bezahlen

Wir unterstützen die berechtigten Forderungen der Gewerkschaften

Die kinder- und jugendpolitische Sprecherin Katrin Möller erklärt:

Fachkräfte der Sozial- und Erziehungsberufe sind in Berlin Mangelware. So fehlen bereits jetzt 1.000 Fachkräfte allein in unseren Kitas. Der Beruf muss attraktiver werden, um die vielen zusätzlichen Fachkräfte zu gewinnen, die im Zuge des Kitaausbaus, der gleichzeitigen Qualitätsentwicklung und für die Schulen und andere sozialen Einrichtungen benötigt werden. Das gilt neben besseren Arbeitsbedingungen auch für die Bezahlung.

Seit nach den Arbeitskämpfen der Beschäftigten im Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes im Bundesgebiet eine Verbesserung der Bezahlung im Sozial- und Erziehungsdienst erreicht wurde, hat sich die Differenz zu den Einkommen der Berliner Kolleginnen und Kollegen, für die der Tarifvertrag der Länder gilt, noch erhöht. So verdient beispielsweise eine Berliner Kitaerzieherin im Berufseinstieg 120 Euro und in der höchsten Bezahlungsstufe 400 Euro weniger als eine Brandenburger Kollegin. Dieser Unterschied in der Bezahlung bei gleicher Arbeit ist nicht akzeptabel.

Die Linksfraktion fordert den Senat auf, als Mitglied der Tarifgemeinschaft der Länder initiativ zu werden, damit auch für Berliner Erzieherinnen und Erzieher, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen eine bessere Bezahlung verhandelt werden kann.

Wir unterstützen die berechtigten Forderungen der Gewerkschaften GEW und ver.di, die heute, am 9. Dezember 2015, um 16.30 Uhr, vor dem Haus des Finanzsenators mit einer Aktion für die Aufwertung der Tätigkeit der Berliner Beschäftigten demonstrieren.

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