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Strategien für Bienen und andere Bestäuber in Berlin

26. Sitzung, 17. Mai 2018

Marion Platta (LINKE):

Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Der vorliegende Beschluss zum Antrag der Koalition „Strategien für Bienen und andere Bestäuber in Berlin“ ist ein Beispie dafür, wie in den Ausschüssen gearbeitet wird und welche Ergebnisse sachliche Diskussionen mit- und untereinander in wichtigen Teilbereichen bringen können. Der im November 2017 eingebrachte Antrag konnte durch Ergänzungen bei der Thematik Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Anpflanzung und Schutz von vorhandenen Bienennährgehölzen sowie der Schaffung von Überwinterungsmöglichkeiten für Wildbienenbrutzellen und Hummeln am Boden zu einem Beschluss, getragen von allen Fraktionen, werden. Dass mich die Wildbienen dabei freuen, wissen Sie schon aus der ersten Rede, denn die Rote Mauerbiene hat auch etwas davon.

Dieses gute Anliegen und den durch und durch klaren Auftrag an den Senat müssen wir heute nicht weiter zerreden. Die berlinweite Strategie zum Schutz und zur Förderung von Bienen und anderen Bestäubern wird sich auf viele Fachbereiche innerhalb des Senates und in den Bezirken auswirken. Wir werden die einzelnen Maßnahmen von politischer Seite aus allen Fraktionen begleiten können, und deshalb wird die Umsetzung der einzelnen Punkte aus dem Antrag und der Beschlussempfehlung im wahrsten Sinne Früchte tragen können. Ich bin überzeugt, dass viele Initiativen und Projekte insbesondere in den urbanen Gärten und bei sozialen Einrichtungen bessere Umsetzungsmöglichkeiten erhalten werden als bisher, wenn insbesondere auch in den Verwaltungen das Verständnis für Maßnahmen beim Bienenschutz und moderne Erkenntnisse darüber bei Entscheidungsprozessen eingeflossen sind.

Die Mühen, die wir uns mit der Verbesserung der Lebensbedingungen der wilden und der Honigbiene in unserer Stadt machen, bringen für uns Menschen eine gesündere Umwelt, mehr Naturerfahrung und leiten beste Voraussetzungen vor Ort auf dem Weg zu einer Berliner Ernährungsstrategie ein.

Die eigentliche Arbeit an der Strategie für Bienen und andere Bestäuber in Berlin hat längst begonnen. Die Aufmerksamkeit in der Stadtgesellschaft ist schon bemerkenswert. Deshalb bin ich sicher, dass der Bericht im Oktober aus dem rot-rot-grünen Senat auch ein fachübergreifendes Werk werden wird.

Und zum Schluss noch ein Hinweis für all jene, die Abfall vermeiden wollen und an die Wiederverwendung denken: Geben Sie Ihre Honiggläser den Imkern wieder zurück, denn sie können sie brauchen, und am Ende reduziert sich auch der Preis für jedes einzelne Honigglas! – Vielen Dank!


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