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Vonovia erhöht weiter die Mieten und verletzt eigene „Selbstverpflichtung“

In einem heute veröffentlichten Interview im Handelsblatt kündigte Vonovia-Chef Rolf Buch an, die Mieten in seinem Unternehmen entsprechend der Inflation um bis zu vier Prozent jährlich zu steigern und Investitionen in den Neubau zurück zu fahren.

Dazu erklärt der Sprecher für Mieten und Wohnen der Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus Niklas Schenker:

„Die Ankündigung von massiven Mietsteigerungen bei der Vonovia ist ein Schlag ins Gesicht der Mieterinnen und Mieter, die ohnehin schon unter den steigenden Mieten und Energiekosten leiden. Es gibt keine Notwendigkeit angesichts steigender Preise die Mieterinnen und Mieter zu schröpfen. Erst Ende April beschloss die Hauptversammlung von Vonovia eine Dividendenausschüttung von 1,3 Milliarden Euro. Von jedem Euro Miete fließen bei der Vonovia 45 Cent als Dividendenausschüttung an die Aktionärinnen und Aktionäre. Zwar hatte die Vonovia für Berlin angekündigt, ihre Mieten durchschnittlich nur um 1 Prozent jährlich zu steigern. Jedoch verlangte sie bereits zu Beginn des Jahres im Rahmen dieser Durchschnittswerte Mieterhöhungen von bis 10 Prozent.

Vonovia hat einen Sparkurs beim Neubau angekündigt. Damit dürfte vom Tisch sein, dass der Konzern in den nächsten Jahren 13.000 neue Wohnungen in Berlin bauen wird.

Vonovia bestärkt damit wiederholt die Zweifel an der Wirksamkeit von freiwilligen Selbstverpflichtungen. Eine echte Regulierung des Wohnungsmarktes bleibt auf der Tagesordnung. An der Vergesellschaftung der großen privaten Wohnungsunternehmen führt kein Weg vorbei."

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