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8. Mai: Tag der Befreiung zum Feiertag machen

Am 8. Mai wird der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht 1945, dem Ende des zweiten Weltkriegs und der Befreiung Europas vom Nationalsozialismus gedacht.

Dazu erklären die Fraktionsvorsitzenden der Linksfraktion Berlin Anne Helm und Carsten Schatz:

„Der 8. Mai steht für die Niederschlagung des Nationalsozialismus, das Ende der Shoa und des zweiten Weltkriegs und für die Befreiung der Überlebenden aus den Konzentrationslagern. An diesem Tag gedenken wir der NS-Opfer und danken den alliierten Befreierinnen und Befreiern. In Berlin haben wir den Tag der Befreiung zum offiziellen Gedenktag gemacht und letztes Jahr zum 75. Jahrestag als einmaligen Feiertag begangen. Die Linksfraktion wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, den 8. Mai dauerhaft zum Feiertag zu machen, wie es unter anderem auch die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) fordert. Der Tod vieler Zeitzeuginnen und Zeitzeugen macht schmerzlich bewusst, dass nicht mehr viel Zeit bleibt, um diesen Tag gemeinsam mit den Befreiten und den Befreierinnen und Befreiern zu begehen.

Das Gedenken an die Verbrechen und die Opfer des Nationalsozialismus muss weiter aktiv wachgehalten werden. Dass dies mehr als nötig ist, zeigen die Ereignisse des vergangen Jahres: in Hanau wurden neun Menschen bei einem rassistischen Terroranschlag ermordet; Holocaustrelativierungen und antisemitische Verschwörungstheorien sowie Übergriffe auf Jüdinnen und Juden haben im Zuge der Proteste von Coronaleugner:innen weiter zugenommen; und die Zahlen rechter Straftaten sind so hoch wie seit 20 Jahren nicht. Aus dem aktiven Gedenken und Erinnern folgt der Auftrag zu handeln und jeder Form von Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus entschlossen entgegenzutreten.“