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AIDS besiegen: Diskriminierung beenden und #wissenverdoppeln

Gemeinsame Presseerklärung der SPD-Fraktion, der Fraktion DIE LINKE und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus

Anlässlich des Welt-AIDS-Tages am 1. Dezember erklären die queerpolitischen Sprecherinnen und Sprecher Melanie Kühnemann-Grunow (SPD-Fraktion), Carsten Schatz (Fraktion DIE LINKE) und Anja Kofbinger und Sebastian Walter (beide Fraktion Bündnis90/Die Grünen):

„Berlin hat sich 2016 auf die Überholspur begeben, um AIDS zu besiegen. Dazu hat es sich der Fast-Track-City Initiative der Vereinten Nationen angeschlossen. In dieser haben sich Städte weltweit dem Ziel verpflichtet, bis 2020 folgende Kennziffern zu erreichen:

90% der Menschen mit HIV wissen von ihrer Infektion, sind getestet;
90% der positiv auf HIV getesteten Menschen sind in Behandlung;
90% der in Behandlung befindlichen HIV-positiven Menschen haben keine messbare Viruslast mehr, können das Virus nicht weitergeben.

Und: Null Diskriminierung von Menschen mit HIV und AIDS, weil wir alle Gründe ausräumen müssen, die Menschen von einem Test auf HIV abhalten. Wissen um die Infektion lohnt sich heute, weil eine wirksame Behandlung Lebensqualität sichert und dazu beiträgt, die Ausbreitung von HIV zu verhindern.

Gestern hat Gesundheitssenatorin Dilek Kolat auf Anfrage im Abgeordnetenhaus die aktuellen Berliner Zahlen bekannt gegeben: Berlin liegt bei 89-94-95.

Das ist ein großartiger Erfolg der rot-rot-grünen Gesundheitspolitik, die Testmöglichkeiten erweitert und den Zugang zu neuen Präventionsmöglichketen, wie der PrEP und zur gesundheitlichen Versorgung von Menschen ohne Krankenversicherung adressiert hat.

Jetzt gilt es dranzubleiben und engagiert die Null Diskriminierung von Menschen mit HIV und AIDS in den Mittelpunkt zu stellen. Wir begrüßen dazu die Kampagne #wissenverdoppeln der Deutschen Aids-Hilfe. Diese wirbt dafür, das Wissen um die neuen Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten und ihre Chancen für eine wirksame AIDS-Politik zu verbreiten. Der gesellschaftlich immer noch verbreiteten Angst müssen wir uns entschieden entgegenstellen, denn sie ist ein Motor der Verbreitung von HIV.“


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