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Gegen den alltäglichen Rassismus

Bundesweite Woche gegen Rassismus

Zur morgen beginnenden »Bundesweiten Woche gegen Rassismus« erklärt das Mitglied des Fraktionsvorstandes Evrim Baba:

In dieser Gesellschaft haben alle Menschen Erfahrungen mit Rassismus: entweder, weil sie selbst rassistisch diskriminiert werden, oder, weil sie Rassismus gegenüber anderen erlebt haben, oder, weil sie von Rassismus – gewollt oder ungewollt – profitieren. Rassismus ist aber nicht nur eine Form der verinnerlichten Dummheit, sondern ein Instrumentarium in der Politik, vor allem aber eine aggressive Rechtfertigung für Macht- und Verteilungskämpfe, Sozialchauvinismus. Rassismus kommt dann zum Zuge, wenn Menschen aus der Gesellschaft ausgegrenzt und diskriminiert werden sollen.

Die unterschiedliche Verwicklung in rassistische Traditionen wahrzunehmen, ist anstrengend und zunächst belastend, weil dadurch die Notwendigkeit offensichtlich wird, selbst etwas verändern zu müssen, was nicht immer einfach ist. Dabei kommt der »Bundesweiten Woche gegen Rassismus« eine wichtige Rolle zu. Die mit ihr verbundenen Aktivitäten eignen sich dazu, an die unterschiedlichen eigenen Erfahrungen anzuknüpfen, die von anderen wahrzunehmen und ausgehend von einer erweiterten Sichtweise neue Handlungsoptionen zu entwickeln und auszuprobieren.

Doch wer die gesellschaftlichen Ursachen des Rassismus nicht benennen will, kann seine aktuellen Erscheinungsformen nicht erfolgreich bekämpfen. Eine radikale Lösung ist nur möglich, wenn dem rassistischen Gedankengut der gesellschaftliche Boden entzogen wird.


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