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Schulbibliotheken als Lese-, Lern- und Arbeitsorte

Zu den Antworten auf ihre Kleinen Anfragen zum Thema Schulbibliotheken erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Regina Kittler:

In Deutschland hängt der Bildungserfolg noch immer stark von der sozialen Herkunft ab. Viele Kinder und Jugendliche können nicht richtig lesen, 14,5 Prozent der Erwachsenen sind funktionale Analphabeten. Immer wieder wird auch der Umgang mit Medien als unzureichend und unkritisch bewertet.

Das müssen wir endlich ändern. Hier könnten die Schulbibliotheken eine bedeutende Rolle spielen. Ich sage bewusst „könnten“, denn wie aus meinen Anfragen Drucksachen 18 / 15 523, 18 / 16 042, 18 / 16 696 und 18 / 16 723 hervorgeht, haben einige Bezirke und auch die Senatsaußenstellen bisher kaum Interesse an ihnen gezeigt und nur wenige oder gar keine Kenntnisse über sie gehabt.

Die Schulleitungen und Kollegien der Schulen tun, was sie können, brauchen aber eine deutlich bessere Unterstützung. Sie brauchen Personal, Räume, Sachmittel bzw. ein eigenes Budget. Eine Vernetzung der Schulbibliotheken untereinander und mit den öffentlichen Bibliotheken sollte eine erreichbare Zielstellung sein.

Alle Bezirksverordnetenversammlungen und Bezirksämter sollten die Chance des Schulneubaus und Schulsanierung auch für die Einrichtung von Schulbibliotheken nutzen und diese dort, wo es Stadträume ohne öffentliche Bibliotheken gibt, auch für die Nachbarschaft öffnen.

Eine hochwertige, moderne Arbeit für und mit Schulbibliotheken fördert nicht zuletzt neben einer Lernkultur der Eigenaktivität und Selbstständigkeit die digitale Mündigkeit jedes/r Einzelnen und ist daher unbedingt flächendeckend anzustreben.

Unterstützt wird dieses Anliegen durch den vom Abgeordnetenhaus beschlossenen Antrag (Drucksache 18 / 1106) der Koalition zur Entwicklung eines Berliner Bibliothekskonzeptes.


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