Alexanderplatz: Vor Einzelvorhaben muss Gesamtkonzept stehen

Katrin LompscherDIE LINKE im Abgeordnetenhaus

Koalition hält am alten Masterplan fest, mit allen negativen Auswirkungen

Zur Debatte um die Zukunft des Alexanderplatzes erklärt die Sprecherin für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Katrin Lompscher:

Nach wie vor plant der Senat nicht, die 20 Jahre alten Hochhauspläne für den Alexanderplatz durch das Ergebnis eines neuen städtebaulichen Wettbewerbs zu ersetzen. Die Linksfraktion kritisiert, dass stattdessen für jedes Bauprojekt einzelne Verfahren vorgesehen sind. So geschieht das derzeit für das Hines-Hochhaus, so ist es offenbar weiterhin vorgesehen für den Standort am Alexa. Die Beteiligung der Einwohnerinnen und Einwohner ist nur punktuell. Auf diese Weise entsteht aber kein städtebaulich überzeugender Platz. Und das Abgeordnetenhaus wird vor vollendete Tatsachen gestellt, bevor über ein neues Gesamtkonzept entscheiden worden ist.

Denn die Koalition aus SPD und CDU hat sich bislang verweigert, einen Beschluss zur Überarbeitung der Alex-Planungen mitzutragen. Einen entsprechenden Antrag (DS 17/1032) hatte die Fraktion DIE LINKE vor mittlerweile fast einem Jahr gestellt. In einem nun von der Koalition gestellten Antrag wird der Senat lediglich aufgefordert zu prüfen, ob man die bestehenden Gebäude integrieren könne. Am alten Masterplan hält die Koalition fest, mit allen negativen Auswirkungen.
Immer noch sollen überaus dominante, auffällige Einzelbauwerke entstehen, die mit dem Fernsehturm als Stadtkrone aufs Peinlichste konkurrieren oder ihn verstellen und damit entstellen. Das ist für die Fraktion DIE LINKE inakzeptabel. In ihrem Antrag hat sie klar formuliert, auf problematische Hochhausstandorte und -höhen zu verzichten.


Siehe auch:
Antwort des Senats auf meine Schriftliche Anfrage vom 3. März 2014 (DS 17/13149).

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