Auch Schulhelferinnen und -helfer müssen von ihrer Arbeit leben können

Regina KittlerDIE LINKE im Abgeordnetenhaus

Bezahlung nach Tarif wird vom Finanzsenator seit 2003 verhindert

Die bildungspolitische Sprecherin Regina Kittler erklärt:

Die Proteste von Beschäftigten aus dem Bildungsbereich werden nicht weniger. Heute versammelten sich die Schulhelferinnen und -helfer der Berliner Schulen und forderten eine Bezahlung nach Tarif, die sie durch ihre Träger nicht bekommen können. Dies wird vom Finanzsenator seit 2003 verhindert.

Der Senat müsste die an die Träger ausgereichten Mittel um etwa 1,5 Mio. Euro erhöhen, damit die Schulhelferinnen und -helfer eine Gleichstellung mit den Betreuerinnen und Betreuern erfahren, die beim Land Berlin in Förderzentren beschäftigt sind. Einen entsprechenden Antrag hatte die Linksfraktion schon in der letzten Haushaltsdebatte gestellt. Die SPD-CDU-Koalition lehnte dies ab.

So leben die Schulhelferinnen und -helfer, die in der Regel nur maximal 17-Stunden-Arbeitsverträge haben, in prekärer Beschäftigung mit 780 bis 970 Euro brutto im Monat. Das sind zirka 200 Euro unter Tarif. Für diesen Hungerlohn schaffen sie die Voraussetzungen, dass Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen am Regelunterricht teilnehmen können. Ihre wertvolle medizinische aber auch pädagogische Betreuung wird beim Aufbau der inklusiven Schule in zunehmendem Maße gebraucht und muss auch entsprechend gewürdigt werden.

Die Linksfraktion unterstützt die Forderungen der Schulhelferinnen und -helfer und wird dies auch wieder in den kommenden Haushaltsdebatten deutlich machen.

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