BER: Das Drama geht weiter

DIE LINKE im Abgeordnetenhaus

Mehdorns Unwägbarkeiten des Zeit- und Wissensverlusts

Zum Insolvenzfall der Firma ImTech und den Auswirkungen auf den BER erklärt die wirtschaftspolitische Sprecherin und das Mitglied im Untersuchungsausschuss BER Jutta Matuschek:

Die Insolvenz der Firma ImTech war eine mit Ansage. Dass diese Firma weiterhin maßgeblich und umfangreich am BER mit lukrativen Aufträgen trotz Korruptionsverdacht beteiligt wurde, begründete der damalige Geschäftsführer Mehdorn mit den Unwägbarkeiten eines Zeit- und Wissensverlusts. Jetzt tritt genau dieser Verlust auf andere Weise ein.

Das Agieren des sich ständig im Finden befindlichen Flughafenmanagements grenzt im Umgang mit den beteiligten Firmen an Blauäugigkeit. Zu einer stringenten Projektsteuerung, die es offenbar immer noch nicht gibt, gehört auch die straffe Führung und Kontrolle der beteiligten Firmen. Solange diese fehlen, sind Schlechtleistungen, laxes Vertragsverhalten oder »mangelndes Engagement«, wie es der neue Flughafenchef Mühlenfeld nennt, eher die Regel. Kein Wunder, dass der Zeitplan weiter wackelt und ins Rutschen gerät.

Die Alarmglocken läuten längst, doch der Aufsichtsrat beschäftigt sich lieber monatelang mit politischen Ränkespielen.