Berlin braucht mehr Gemeinschaftsschulen!
Abschlussbericht zur Pilotphase der Berliner Gemeinschaftsschulen
Zum heute veröffentlichten Abschlussbericht zur Pilotphase der Berliner Gemeinschaftsschulen erklärt die bildungspolitische Sprecherin Regina Kittler:
Der Bericht belegt eindeutig, dass in den Gemeinschaftsschulen alle Schülerinnen und Schüler, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft und ihrem individuellen Förderbedarf, zu guten bis überdurchschnittlichen Lernerfolgen geführt werden können. Das ist nunmehr für die Kompetenzentwicklung in allen untersuchten Unterrichtsfächern nachgewiesen, erstmalig auch in Mathematik und den Naturwissenschaften.
Hervorzuheben ist dabei, dass dies für Schülerinnen und Schüler in Integrationsklassen, in denen die Lehrkräfte durch Sonderpädagoginnen und -pädagogen unterstützt werden, in besonderem Maße zutrifft – Schülerinnen und Schüler ohne festgestellten Förderstatus eingeschlossen. Speziell dieses Ergebnis stützt unsere Forderung, endlich gezielt an der Umsetzung eines inklusiven Schulmodells zu arbeiten.
Damit jede Gemeinschaftsschule in jedem Bezirk ein Erfolg werden kann und weitere hinzukommen, müssen sie stärker als bisher vom Land und von den Bezirken unterstützt werden. Die Gründung von Gemeinschaftsschulen ist gezielt zu fördern, sie sind endlich als schulstufenübergreifende Schulform im Schulgesetz zu verankern. Wir wollen, dass in jedem Bezirk wenigstens eine Gemeinschaftsschule bis zum Abitur führt und die wissenschaftliche Begleitung von der Grundstufe bis zum Abitur fortgesetzt wird.
Berlin braucht in Größenordnung neue Schulen. Wir wollen, dass möglichst viele dieser Schulen Gemeinschaftsschulen werden. Wie richtig diese Forderung ist, beweist nicht zuletzt der jetzt vorgelegte Bericht.
Die Berliner Gemeinschaftsschule ist die Schule der Zukunft.

