Berlin soll Magnus-Haus zurückkaufen

DIE LINKE im Abgeordnetenhaus

Baukulturelles Erbe bewahren, Konzept für die zukünftige Nutzung entwickeln

Der rechtspolitische Sprecher Dr. Klaus Lederer erklärt:

Das Übergehen der fachlichen und rechtlichen Einwände der Denkmalschutzbehörden gegen den geplanten Bau der Siemens-Hauptstadtrepräsentanz auf dem Grundstück des Magnus-Hauses bleibt ein skandalöser politischer Vorgang. Der Senat will ihn offenbar einfach aussitzen. Das lassen wir nicht zu.

Die Linksfraktion wird zur ersten Sitzung nach der Sommerpause die Aufhebung der Entscheidungen beantragen. Wir fordern den Senat auf, mit dem jetzigen Eigentümer, der Siemens AG, über den Rückkauf des Grundstücks Magnus-Haus zu verhandeln.

Angesichts der Bedeutung des einzigartigen Ensembles in der Mitte Berlins soll das Land als Eigentümer in Eigenregie die künftige Nutzung des Magnus-Hauses und seiner Außenanlagen bestimmen.

Dazu ist mit Beteiligten aus Wissenschaft, Forschung und Technologieentwicklung Berlins und unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Nutzung durch die Deutsche Physikalische Gesellschaft ein Konzept für die zukünftige Nutzung des Magnus-Hauses zu entwickeln, das der baukulturellen, wissenschafts- und industriegeschichtlichen Rolle des Hauses gerecht wird und die öffentliche Zugänglichkeit des Areals sichert.