Berliner Fernsehturm nicht durch kommerzielles Panoptikum entwerten
Dem Senat ist das offenbar vollkommen egal
Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung, Katrin Lompscher, erklärt:
Dass der Bezirk Mitte dem Plastinator Gunther von Hagen die Einrichtung seines Leichen-Museums am Fuße des Fernsehturms bauordnungsrechtlich nicht versagen kann, ist nur die halbe Wahrheit. Die andere ist, dass es dem Senat offenbar vollkommen egal ist, wenn an diesem zentralen Ort in der Stadt ein solches Panoptikum entsteht.
Der Fernsehturm ist ein herausragendes Wahrzeichen der Stadt. Die 1.200 Quadratmeter Ausstellungsfläche unweit des Alexanderplatzes sind ein Ort, an dem sich Berlin mit seiner vielfältigen Geschichte hätte präsentieren können. Dass sich nun ein reines Kommerzprojekt hier dauerhaft ansiedeln soll, ist für die Linksfraktion nicht hinnehmbar.

