Berliner Schulen barrierefrei gestalten
Eine Herausforderung für die Bildungspolitik
Eine Herausforderung für die Bildungspolitik
Die bildungspolitische Sprecherin Regina Kittler erklärt:
58 Prozent (!) der Berliner Schulgebäude sind nach Auskunft des Senats nicht rollstuhlgerecht und weitere 18 Prozent nur teilweise rollstuhlgerecht. Dies geht aus der Beantwortung meiner Kleinen Anfrage zur „Barrierefreiheit der Berliner Schulen“ hervor. Das lässt erahnen, wie groß der Handlungsbedarf ist. Die Fraktion DIE LINKE versteht darunter Baumaßnahmen, Raumgestaltung und die dafür benötigten finanziellen Mittel, aber auch Veränderungen im Denken.
Berlins Senat versteht unter Barrierefreiheit offensichtlich nur Rollstuhlgerechtigkeit. Zu diesem Schluss muss kommen, wer die Antwort auf meine Kleine Anfrage zugrunde legt. Offen bleibt, wie der Senat Schulen z.B. für blinde und sehgeschädigte, für gehörlose und hörgeschädigte Menschen barrierefrei neu- und umbauen will.
Mir ist bislang auch keine Schule bekannt, bei der bei Umbau- oder Sanierungsmaßnahmen z.B. eine kontrastreiche Farb- und blendfreie Lichtgestaltung oder eine Stufenkantenmarkierung im Interesse von Sehgeschädigten oder Schalldämpfungsmaßnahmen für Hörgeschädigte eine Rolle gespielt haben.
Die Linksfraktion fordert hier ein Umdenken in der Schul- und Baupolitik. Am Freitag veranstalten wir dazu gemeinsam mit der Hellen Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin von 10 bis 18 Uhr im Abgeordnetenhaus von Berlin, Niederkirchnerstraße 5, Raum 376, eine Stadtpolitische Konferenz, zu der wir Sie recht herzlich einladen.

