Bund will Umzug des Neptunbrunnens offenbar erkaufen

Katrin LompscherDIE LINKE im Abgeordnetenhaus

Vorstoß kommt zudem zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt

Die stadtentwicklungspolitische Sprecherin Katrin Lompscher erklärt:

Dass der Bund im nächsten Haushalt Geld fürs Schlossumfeld vorsieht, ist begrüßenswert und angesichts der kulturpolitischen Bedeutung der Humboldt-Stiftung auch folgerichtig.

Dass Berlin allerdings mit diesen Mitteln offenbar zum Umzug des Neptunbrunnens ins Stadtschloss gezwungen werden soll, ist nicht akzeptabel. Der Neptunbrunnen hat derzeit auch im Kontext zur Fernsehturm-Kugel nicht nur eine prominente Aufstellung, der Vorstoß kommt zudem zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. – Die Stadtdebatte zu Historischen Mitte Berlins findet erst am 28. November ihren Abschluss.

Der Senat ist gut beraten, den Bürgerwillen ernst zu nehmen und sich hier nicht erpressen zu lassen. Die Mittel des Bundes ließen sich in diesen Zeiten auch für Wichtigeres ausgeben, aber wenn im Bereich Humboldt-Forum, dann zum Beispiel für den fußgängerfreundlichen Umbau der Straße zum Lustgarten.

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