BVG verschleudert mit Umzug Vermögen

DIE LINKE im Abgeordnetenhaus

BVG will mit ihrer Zentrale an die Jannowitzbrücke ziehen

Zu den Plänen der BVG, mit ihrer Zentrale an die Jannowitzbrücke zu ziehen, erklärt die verkehrspolitische Sprecherin Jutta Matuschek:

Die BVG ist reich an Immobilien. Sich von nicht mehr genutzten Häusern zu trennen, ist ein Gebot des sparsamen Wirtschaftens. Das Aufgeben der BVG-Zentrale in der Potsdamer Straße und der Umzug in das angemietete Trias-Gebäude an der Jannowitzbrücke widersprechen jedoch wirtschaftlicher Vernunft. Dazu sei auf folgende Sachverhalte verwiesen:

  • Der bekannt gewordene Erlös von 600 Euro pro m2 ist ein skandalös niedriger Preis für Immobilien in bester Lage.
  • Der angebliche Zinsspareffekt durch Schuldentilgung in diesem Jahr wird wieder aufgehoben durch neue Schuldenaufnahmen, wenn die tatsächlichen Kosten des Umzugs und die Folgekosten für Mietzahlungen offenbar werden.
  • Die Konzentration der verschiedenen BVG-Dienststellen ist in der Potsdamer Straße besser möglich, da dort Platz für alle wäre.
  • Die Betriebskosten in der Potsdamer Straße könnten wesentlich gesenkt werden durch energetische Sanierung und besserer Gebäudeauslastung.
  • Der avisierte Mietpreis im Trias-Gebäude vernachlässigt die zusätzlich zu zahlenden Betriebskosten und Instandhaltungskosten. In der Summe werden die Betriebsaufwendungen an der Jannowitzstraße ähnlich hoch sein, wie im (noch) eigenen Gebäude in der Potsdamer Straße.
  • Die BVG hat dem Erwerber der Gebäude 150 Parkplätze versprochen, die sie gar nicht hat. Für jeden nicht bereit gestellten Parkplatz muss eine Strafsumme gezahlt werden.
  • Völlig unklar ist, was ab 2020 für Kosten für den Geschäftssitz entstehen, da dann weder eigenen Gebäude zur Verfügung stehen noch eine Fortsetzung der Mietbedingungen im Trias-Gebäude gesichert ist.

Der Aufsichtsrat sollte dem Umzug nicht zustimmen, weil er ein schlechtes Geschäft ist.