CDU und SPD bei neuem Lehrerbildungsgesetz tief zerstritten
CDU fordert wieder einen eigenen Studiengang für Gymnasiallehrkräfte
Die bildungspolitische Sprecherin Regina Kittler erklärt:
Die Einführung eines neuen Lehrerbildungsgesetzes schon zum Wintersemester 2014/15 wird nach Auffassung der Linksfraktion nicht mehr zu schaffen sein. So schätzten das heute auch die im Ausschuss anwesenden Präsidenten der Berliner Universitäten ein.
Viel zu spät liegt erst jetzt ein Gesetzesentwurf der Senatsverwaltung zur Umsetzung des Quedlinburger KMK-Beschlusses vor. Grund dafür ist offensichtlich die tiefe Zerstrittenheit in der Koalition. Auch in der heutigen Sitzung des Wissenschaftsausschusses forderte die CDU wieder einen eigenen Studiengang für Gymnasiallehrkräfte.
Wegweisende Vorschläge der mit der Erarbeitung des Gesetzentwurfes befassten »Baumert-Kommission« werden so in Teilen konterkariert. Aus Sicht der Linksfraktion ist eine Trennung der Ausbildung nach Integrierter Sekundarschule und Gymnasium im Masterstudiengang rückwärtsgewandt und auch bedenklich für die Akkreditierung der Studiengänge.
Eine so tiefgreifende Veränderung der Lehrerbildung, die für viele Jahre gelten wird, darf nicht mal eben mit der heißen Nadel gestrickt werden. Auch ein demokratischer Umgang damit an den Universitäten muss ermöglicht werden. Die Übergangsregelungen für die jetzigen Studentinnen und Studenten müssen geklärt sein.
Nachdem im vorigen Jahr die Gültigkeit des Lehrerbildungsgesetzes buchstäblich in letzter Minute durch eine Verlängerung der Gültigkeit bis zum Wintersemester 2014 gerettet wurde, zeichnet sich nun durch die CDU-Blockade erneut ein Dilemma ab. Das sollte die SPD nicht hinnehmen.

