Chance zur Förderung des Frauenfußballs vertan

DIE LINKE im Abgeordnetenhaus

Champions-League-Finale der Frauen im Berliner Jahnsportpark

Die sportpolitische Sprecherin Dr. Gabriele Hiller erklärt:

Wenn am Donnerstag das Champions-League-Finale der Frauen im Berliner Jahnsportpark angepfiffen wird, ist bereits im Vorfeld ein Verlierer klar: der Berliner Frauenfußball. Statt das Endspiel als Werbung für den Frauen- und Mädchenfußball der Hauptstadt zu nutzen und dieses Großereignis des Frauensports möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen, wird das Spiel für Berlin lediglich mediale Bedeutung haben. Während die öffentlich zugänglichen Karten schnell ausverkauft waren, wird ein Teil der von der UEFA blockierten Plätze möglicherweise ungenutzt bleiben. Auch ein begleitendes Fest des Frauenfußballs wird es im Jahnsportpark nicht geben.

Im Vorfeld des Champions-League-Finales der Männer engagiert sich der Senat, um eine Party am Brandenburger Tor zu organisieren, und der Regierende Bürgermeister lässt sich gerne mit dem Fußballpokal ablichten. In Bezug auf das Endspiel der Frauen hingegen äußerte Staatssekretär Statzkowski nur die Floskel, man sei dafür nicht verantwortlich, die UEFA habe alle Vermarktungsrechte. Es ist bitter, zu erleben, wie Berlin hier lediglich als Kulisse eines Fußballevents benutzt wird und dafür öffentliches Geld für bauliche Maßnahmen am Stadion in Höhe von 2,12 Millionen Euro zur Verfügung stellt, die Berlinerinnen und Berliner aber außen vor bleiben müssen.

Der Senat zeigt damit, dass seine Behauptung, mehr für den Frauensport tun zu wollen, am Ende lediglich Makulatur ist. Echtes Engagement sieht anders aus!

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