Columbiadamm wird Gedenk- und Informationsort

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Udo WolfDIE LINKE im Abgeordnetenhaus

Das Abgeordnetenhaus hat gestern Abend entschieden

Der Fraktionsvorsitzende Udo Wolf und der stadtentwicklungspolitische Sprecher Dr. Thomas Flierl erklären:

Das Abgeordnetenhaus hat gestern Abend entschieden, bei der Entwicklung des Tempelhofer Feldes die Schaffung eines Gedenk- und Informationsortes am Columbiadamm zu berücksichtigen. Der gemeinsam von SPD- und Linksfraktion eingebrachten Beschlussvorlage stimmten mit Ausnahme der FDP alle anderen Fraktionen zu. Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, die große Mehrheit des Abgeordnetenhauses von der Notwendigkeit eines solchen Gedenk- und Informationsortes am Columbiadamm zu überzeugen.

Bereits seit Monaten plädieren Geschichtsinitiativen und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes für eine angemessene Berücksichtigung der NS-Geschichte bei der Entwicklung des Tempelhofer Feldes.

Es ist gut, dass die Senatskulturverwaltung ein Konzept für einen historischen Informationspfad in Auftrag gab. Die Dichte der Ereignisse am Columbiadamm rechtfertigt aber die Schaffung eines gesonderten Gedenk- und Informationsortes.

Der neue Gedenkort ist als Pavillonbau vorstellbar. Im Rahmen eines Gesamtkonzepts zur Darstellung der historischen Entwicklung des Tempelhofer Feldes soll dauerhaft an das erste »offizielle« Berliner Konzentrationslager im Columbia-Haus (zwischen 1933 und 1936 waren hier mehr als 8.000 Häftlinge, vor allem politische Gegnerinnen und Gegner des NS-Systems inhaftiert), an die Zwangsarbeiterlager für die Rüstungsproduktion und die Nutzung des bei Kriegsbeginn fast fertiggestellten Flughafens als Fliegerhorst der Nazi-Luftwaffe erinnert werden. Das bereits existierende künstlerisch gestaltete Denkzeichen soll in das neue Areal integriert werden.

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