Der Staatsoperntunnel muss gestoppt werden – sofort!
Bauprojekt Staatsoper hat längst alle Kostengrenzen gesprengt
Zu den absehbaren drastischen Kostensteigerungen beim Bauprojekt Staatsoper erklären die baupolitische Sprecherin Katrin Lompscher und der kulturpolitische Sprecher Wolfgang Brauer:
Das Bauprojekt Staatsoper hat längst alle Kostengrenzen gesprengt und den Ruf der Staatsoper nachhaltig beschädigt. Damit es nicht zum Millionengrab wird und unkalkulierbare Risiken – nicht nur finanzieller Art – fortbestehen, ist schnelles Handeln des Regierenden Kultursenators Klaus Wowereit gefragt.
Der Bau des Tunnels ist keineswegs soweit fortgeschritten, dass er nicht gestoppt werden könnte. Und selbst wenn, in der geplanten Ausführung ist er nutzlos, gefährdet die benachbarten historischen Gebäude und ist einer der maßgeblichen Kostentreiber des gesamten Vorhabens.
Wie will Klaus Wowereit ausschließen, dass der Tunnelbau ähnlich verheerende Wirkungen auf die umgebenden Bauten – Hedwigskathedrale, »Kommode« und Zeughaus – hat, wie der (aktuell gestoppte) Bau der Kronprinzessinnengärten auf die Friedrichwerdersche Kirche.
Wir verlangen einen sofortigen Baustopp, die Offenlegung aller Risiken und Nutzungsbeschränkungen gegenüber dem Parlament. Letztendlich muss eine umgehende Neuplanung der Funktionsbauten erfolgen und eine praktikable Lösung für die künftige Lagerung der Kulissen vorgeschlagen werden.


