Dramatischer Erzieher-Mangel: Senat muss handeln

Katrin SeidelDIE LINKE im Abgeordnetenhaus

Berlin braucht ein Sofortprogramm, um dem rasant wachsenden Mangel an Erzieherinnen und Erziehern zu begegnen

Die jugendpolitische Sprecherin Katrin Möller erklärt:

Berlin braucht ein Sofortprogramm, um dem rasant wachsenden Mangel an Erzieherinnen und Erziehern zu begegnen. In der Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion wird deutlich, dass die vorhandenen Bemühungen zur Deckung des Fachkräftebedarfs nicht ausreichen. Die Antwort belegt leider auch, dass der Senat den Ernst der Lage immer noch nicht begriffen hat.

Die erst vor wenigen Tagen geäußerten Befürchtungen der GEW, dass 2015 zirka 5.000 Erzieherinnen und Erzieher in den Kitas fehlen werden, drohen sich zu bestätigen. Dabei ist hier noch nicht einmal mitgerechnet der Bedarf an Erzieherinnen und Erziehern, die für den Ausbau der Hortbetreuung an Berlins Grundschulen benötigt werden.

Die Fraktion DIE LINKE fordert nachhaltige Maßnahmen, um das für den Ausbau notwendige Personal für Kitas und Schulen bereit zu stellen. Es ist mehr als bedenklich, wenn etwa ein Drittel der Absolventinnen und Absolventen gar nicht in den Einrichtungen ankommt oder nach kurzer Zeit wieder aussteigt. Es ist an der Zeit, die Arbeits- und Verdienstbedingungen der Berliner Erzieherinnen und Erzieher den gewachsenen Anforderungen anzupassen und mehr für die Attraktivität des Erzieherberufs zu tun.

Wenn das Abgeordnetenhaus am Donnerstag auf Antrag der Koalition in der Aktuellen Stunde über die »Schließung der Hortlücke« debattiert, erwarten wir Antworten des Senats, wie er gedenkt, den Fachkräftebedarf zu decken.