Endlich Verhandlungen mit Tänzerinnen und Tänzern aufnehmen
Die Linksfraktion steht hinter den Forderungen der Tänzerinnen und Tänzer
Der kulturpolitische Sprecher Wolfgang Brauer erklärt:
Am 19. April streikten die Tänzerinnen und Tänzer des Staatsballetts Berlin zum wiederholten Male. Grund war die beharrliche Verweigerung der Leitung der Stiftung Oper in Berlin und des Deutschen Bühnenvereins (hier besteht eine Personalunion), auch nur Sondierungsverhandlungen mit der Gewerkschaft ver.di aufzunehmen, in der die Mitglieder der Compagnie zu fast 100 Prozent organisiert sind. Das Staatsballett Berlin fordert einen Haustarifvertrag, der den komplizierten Arbeitsbedingungen der Berliner Ballett-Compagnie, die im Unterschied zu allen anderen Compagnien der Bundesrepublik drei Häuser bespielen muss, entspricht. Die Regelungen des bundesweit geltenden Tarifvertrages »NV Bühne/Tanz« lösen etliche Probleme der Berliner Tänzerinnen und Tänzer nach deren Erfahrungen nicht.
Die Linksfraktion steht hinter den Forderungen der Tänzerinnen und Tänzer. Wir erwarten vom Regierenden Bürgermeister als Vorsitzendem des Stiftungsrates der Stiftung Oper, dass er auf den Stiftungsvorstand entsprechenden Einfluss nimmt, damit dieser seine Verweigerungshaltung aufgibt.
Auf Verlangen der Linksfraktion wurde der Generaldirektor der Stiftung Oper in Berlin, zugleich Geschäftsführender Direktor des Staatsballetts, zur nächsten Sitzung des Kulturausschusses des Abgeordnetenhauses am 27. April 2015 eingeladen. Herr Vierthaler wird den Abgeordneten die Frage beantworten müssen, weshalb er sich dem von den Tänzerinnen und Tänzern geforderten Gespräch mit deren Interessenvertretung verweigert. Er wird die Frage beantworten müssen, weshalb ihm ein inzwischen sechsstelliger Einnahmeverlust der Opernstiftung offenbar lieber ist, als ein nur scheinbarer »Gesichtsverlust«.

