Ethik und Religion – in Berlin geht beides
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Stefan Liebich erklärt
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Stefan Liebich erklärt:
Die Berlinerinnen und Berliner haben seit der letzten Legislaturperiode das Recht, mehr selbst mit zu entscheiden und sie nutzen diese neuen Möglichkeiten. Das begrüßen wir. Das Ziel des Vereins Pro Reli, das neue verpflichtende Unterrichtsfach Ethik zugunsten eines Wahlpflichtfachs Ethik oder Religion wieder abzuschaffen, unterstützen wir jedoch nicht. – In Berlin müssen sich Schülerinnen und Schüler nicht zwischen Ethik und Religion entscheiden, denn sie können beides haben.
Der verpflichtende Ethikunterricht entspricht den Erfordernissen unserer multireligiösen bzw. auch nicht religiösen Stadt, da er allen Schülerinnen und Schülern ermöglicht, gemeinsam und miteinander über Werte in der Gesellschaft und die verschiedenen Religionen ins Gespräch zu kommen. Darüber hinaus hat auch der seit Jahrzehnten von Kirchen und Religionsgemeinschaften an Schulen angebotene freiwillige Religionsunterricht seine Berechtigung. Er kann unverändert angeboten werden und wird zudem vom Land Berlin finanziert.
Deshalb sagen wir »Nein« zu dem Volksbegehren und »Ja« zum Ethikunterricht für alle und zum Religionsunterricht, für die die ihn wollen.

