Flugroutenplanung genauer beleuchten
Planfeststellungsantrag entsprach dem angestrebten Flugbetrieb nicht
Das Mitglied im Flughafen-Untersuchungsausschuss Jutta Matuschek erklärt:
In seiner 7. Sitzung am morgigen Freitag wird der Untersuchungsausschuss BER als Zeugen Herrn Prof. Dr. Götz Herberg vernehmen. Herberg war ehemaliger Geschäftsführer der Flughafenholding BBF und in Personalunion der Privatisierungsgesellschaft PPS. Außerdem wird Herr Gerd Kronmüller, langjähriger Mitarbeiter der Senatskanzlei und zeitweiliger Geschäftsführer der PPS, dem Ausschuss Rede und Antwort stehen müssen.
Für die Linksfraktion kommt dabei den Fragen der Flugroutenfestlegung im Planfeststellungsverfahren besonderes Gewicht zu. Aufzuklären ist beispielsweise, warum die Verantwortlichen dem Planfeststellungsantrag ein Grobkonzept für das An- und Abflugverfahren zu Grunde gelegt haben, von dem sie wussten, dass dieses dem angestrebten Flugbetrieb nicht entsprach. Interessant ist weiter, warum dies im Planfeststellungsverfahren nicht korrigiert wurde, obwohl die daraus resultierenden Flugrouten für die Fluglärmbelastung von maßgeblicher Bedeutung sind.
In einem zweiten Fragekomplex will die Fraktion Die Linke klären, inwiefern Differenzen zwischen den politischen Akteuren in Berlin hinsichtlich der Dimensionierung des Großflughafens BBI das Projekt in Frage stellten und Auswirkungen auf eine stringente Planung und Durchführung hatten.

