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Für die Gemeinschaftsschule

Rot-Rot wird des Schulgesetz noch vor Sommerpause ändern

Rot-Rot wird des Schulgesetz noch vor Sommerpause ändern

Die Fraktionsvorsitzende und bildungspolitische Sprecherin Carola Bluhm erklärt:

Der jüngste UN-Menschenrechtsbericht übt erneut heftige Kritik am gegliederten deutschen Schulwesen. Wie viele nationale und internationale Studien belegt er, dass es einen ursächlichen Zusammenhang zwischen der in Deutschland betriebenen Auslese und dem Bildungserfolg der Kinder gibt.

Es ist ein Armutszeugnis führender Bildungspolitiker, angesichts dieser Erkenntnisse Strukturfragen immer wieder klein zu reden oder zu negieren. Sich nur auf inhaltliche Reformen der Lehr- und Lernkultur zu konzentrieren, kann die Qualität von Bildung nicht grundlegend verbessern. Alle inzwischen eingeleiteten Verbesserungen stoßen früher oder später an die strukturellen Grenzen des Bildungssystems. Deutsche Bildungspolitik sollte statt ein Schulsystem des 19. Jahrhunderts zu verteidigen, endlich zur Kenntnis nehmen, dass inhaltliche Reformen und die Überwindung des gegliederten Schulsystems zwei Seiten der gleichen Medaille sind und einander bedingen.

Politik steht in der Pflicht, alle Talente zu fördern und sich einer weiteren sozialen Spaltung der Gesellschaft entgegenzustellen. Das ist die Leitlinie Berliner Bildungspolitik, auf die sich SPD und Linkspartei in ihrem Koalitionsvertrag verständigt haben. Rot-Rot beginnt in Berlin deshalb den schrittweisen Einstieg in die Gemeinschaftsschule nach skandinavischem Vorbild. Ziel ist die individuelle Förderung aller Kinder und die Abkoppelung des Bildungserfolgs vom sozioökonomischen Hintergrund der Eltern. Dazu wird die Koalition noch vor der Sommerpause das Schulgesetz ändern und so die rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen.

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