Für Womacka-Wandbild öffentlichen Standort finden

DIE LINKE im Abgeordnetenhaus

WBM hilft dem Bund und dem Senat aus einer ernsten Verlegenheit

Der stadtentwicklungspolitische Sprecher Dr. Thomas Flierl erklärt:

Das ist eine gute Nachricht: Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM), die sich bereits beim Erhalt und der denkmalgerechten Sanierung des Hauses des Lehrers mit dem Wandfries von Walter Womacka verdient gemacht hat, hat von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben die Erlaubnis erhalten, das Wandbild am Haus der Ministerien zu bergen und »für ihre Zwecke zu verwenden«.

Ausgelöst durch meine Kleine Anfrage vom 24. Februar 2010 und der daraufhin einsetzenden öffentlichen Debatte haben sich die Bemühungen gelohnt, den Bund von einer Lösung zu überzeugen, das Wandbild aus kunsthistorischen und zeitgeschichtlichen Gründen der Öffentlichkeit und im öffentlichen Eigentum zu erhalten. Die WBM hilft damit dem Bund und dem Senat aus einer ernsten Verlegenheit, denn beide sind jedes Mal arg überrascht, wenn bei Gebäudeabbrüchen auch Kunstwerke aus DDR-Zeiten auftauchen, die als bloße Altlasten erscheinen. Hier braucht es endlich ein souveränes Verhältnis zu den Hinterlassenschaften der DDR: Sie haben einen materiellen Wert, sind Geschichtszeugnis und Kunstobjekt. Bei keiner anderen historischen Periode deutscher Geschichte käme man auf den Gedanken, vergleichbare Objekte zum Abholpreis zu entsorgen.

Ich appelliere an die WBM, nun auch einen guten Ort im öffentlichen Stadtraum für das Wandbild zu finden und es recht bald zu sanieren und dort anzubringen.

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