Fürsorgepflicht ernst nehmen – für Patienten und für Mitarbeiter

DIE LINKE im Abgeordnetenhaus

Charité-Vorstand stellt Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen unter Generalverdacht

Der gesundheits- und wissenschaftspolitische Sprecher Dr. Wolfgang Albers erklärt:

Die im Zusammenhang mit den jüngsten Vorwürfe gegen einen von rund 5.800 verantwortungsbewusst und aufopferungsvoll im medizinischen Bereich der Charité Beschäftigten angekündigte Überprüfung der »erweiterten polizeilichen Führungszeugnisse« von mehr als 1.000 Mitarbeitern in vermeintlich »sensiblen« Bereichen der Klinik stellt nicht nur die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Charité unter einen Generalverdacht, sondern nimmt auch gleich die Beschäftigten an anderen Krankenhäusern in Mithaftung.

Abgesehen davon, dass der aktuelle Vorgang zunächst einmal vollständig aufzuklären ist, wäre er auch durch ein »erweitertes Führungszeugnis« nicht verhindert worden, denn das wäre in diesem Fall »sauber« gewesen.

Offenbar gibt der Charité-Vorstand mit dieser in der Praxis kaum umsetzbaren und rechtlich fragwürdigen Maßnahme hier eher hilflos dem Druck aus öffentlicher Vorverurteilung und Skandalisierung nach.

Der Vorstand ist auch in einer Fürsorgepflicht für seine Mitarbeiter und wäre gut beraten, nach Klärung des tatsächlichen Sachverhalts wirklich geeignete Konsequenzen aus dem dann geklärten Geschehen zu ziehen.

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