Gegen Antifeminismus und völkisches Familienverständnis
Kundgebungen am 26. September um 12.30 Uhr am Neptunbrunnen und 14.45 Uhr
Evrim Baba, frauenpolitische Sprecherin und Anmelderin einer der beiden Gegenkundgebungen des Bündnisses von verschiedenen Gruppen unter dem Motto »1000 Kreuze in die Spree« erklärt:
»Es ist an der Zeit, dass die demokratischen Kräfte in unserer Gesellschaft den Diffamierungen und reaktionären Weltanschauungen der selbst ernannten "Lebensschützer" entgegentreten und deren zunehmenden Einfluss in Deutschland und in anderen Ländern stoppen. Es geht um eine Gesellschaft, in der eine Abtreibung kein gesundheitliches, rechtliches oder ökonomisches Problem für Frauen darstellt und ohne Eingriff oder Belehrungen des Staates und der Angst vor dem moralischen Stigma zugänglich ist. Keine Frau darf psychische Probleme bekommen, weil sie sich "verpflichtet" fühlt, abzutreiben, nachdem eine Pränataldiagnose die Möglichkeit der "Behinderung" des späteren Kindes ergeben hat. Jede Frau soll selbst über einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden können.
Um dem antifeministischen "Schweigemarsch" der fundamental-christlichen Abtreibungsgegnerinnen und –gegner mit dem Motto "1000 Kreuze für das Leben" nicht unwidersprochen hinzunehmen, rufe ich zur Beteiligung an den beiden Gegenkundgebungen am 26. September um 12.30 Uhr am Neptunbrunnen und 14.45 Uhr an der St. Hedwigs Kathedrale am Bebelplatz auf. Lasst uns gemeinsam deutlich machen, dass wir einen Rückfall in alte reaktionäre Zeiten mit einem Frauenbild, reduziert auf eine unterwürfige, abhängige Ehe-, Hausfrau und "Gebärmaschine" nicht zulassen werden. Fundamentalismus jeder Art erteilen wir eine Abfuhr.«

