Gegen die Bösartigkeit des Blöden
Sarrazin stänkert immer noch gegen Berlin
Dazu erklärt Evrim Baba, MdL:
Der sorgenvolle Blick von Berlins ehemaligen Finanzsenator und jetzigem Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank auf die Weltbevölkerung sortiert diese nach sozialchauvinistischen Kriterien. Ganz offensichtlich stehen seine politischen Konzepte in engem Zusammenhang mit einem Menschenbild der Ungleichheit - und damit Ungleichwertigkeit.
Der Schutz vor Diskriminierungen als ein Menschenrecht, das in Deutschland im Grundgesetz festgeschrieben ist, hat für Thilo Sarrazin noch nie existiert. Genau deshalb scheint er für Posten prädestiniert zu sein, in denen es darum geht, das Kapital steuerlich zu entlasten, die Einnahmeausfälle durch den Verkauf von Staatseigentum wettzumachen und den selbst geschaffenen Spar-»Zwang« dazu zu nutzten, die bestehende soziale Infrastruktur noch effektiver kaputt zu sparen. Und das Ganze
mit entsprechend sozialchauvinistischer Begleitmusik gegenüber den Opfern einer solchen Politik. Dank der jahrzehntelangen rechtlichen und sozialen Ausgrenzung insbesondere auch durch die Bundes-SPD gehören viele Migrantinnen und Migranten dazu. Nun ist Sarrazin ganz offensichtlich auf der Malthus'-Überholspur. Fehlt nur noch, dass er sozial benachteiligten Berlinerinnen verbietet, Kinder zu bekommen. Oder
doch nur Migrantinnen?
Dass die verbalen Ausfälle von Sarrazin keine Eintagsfliegen sind und mit regelmäßiger Selbstverständlichkeit vor allem gegen sozial Benachteiligte dieser Gesellschaft gerichtet sind, zeigt, wessen Geistes Kind er ist. Dies wird von einem Teil der Medien noch immer als »Lästerei« oder »Pöbelei« verharmlost, obwohl er sich als geistiger
Brandstifter auf dem Gebiet der Sozialpolitik betätigt. Die regelmäßigen Äußerungen von Thilo Sarrazin diskriminieren nicht nur bestimmte Mitglieder unserer Gesellschaft, sondern sie tragen zur weiteren Manifestierung und Verstärkung vorhandener struktureller Diskriminierungen bei. Darüber hinaus bestärken sie das ohnehin für
diesen Personenkreis existierende von Einschüchterungen, Anfeindungen, Erniedrigungen, Entwürdigungen und Beleidigungen gekennzeichnete Umfeld.
Wenn, wie Sarrazin behauptet, der Intellekt, den Berlin braucht, importiert werden muss, brauchen wir uns um seine Rückkehr nach Berlin jedenfalls nicht sorgen.

