Griechisches Kulturzentrum muss weiter finanziert werden

Hakan TaşDIE LINKE im Abgeordnetenhaus

Seit Jahren vielfältiges Angebot, überwiegend ehrenamtlich verrichtet

Die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen hat beschlossen, die Finanzierung des Griechischen Kulturzentrums zum 31.3.2013 einzustellen. Dazu erklärte der partizipations- und flüchtlingspolitische Sprecher Hakan Taş:

Diese Entscheidung ist inakzeptabel. Die griechischstämmige Bevölkerungsgruppe ist seit Jahrzehnten fest in der Stadt verankert. Sie hat in wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht viel zur Entwicklung Berlins beigetragen.

Das von der Hellenischen Gemeinde zu Berlin getragene Griechische Kulturzentrum, wo 14 griechische Vereine ihren Sitz haben, zeichnet sich seit Jahren durch ein vielfältiges Angebot aus. Zu dem Budget von 61.000 € trägt die Integrationsverwaltung mit jährlich 40.000 € bei, der Eigenanteil des Trägers beträgt 21.000 €. Der überwiegende Teil der Arbeit wird ehrenamtlich verrichtet. Das Griechische Kulturzentrum ist die Anlaufstelle für Neuzuwanderer aus Griechenland, deren Zahl angesichts der ökonomischen Lage in Griechenland steigt.

In der Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Integration, Berufliche Bildung und Frauen im Abgeordnetenhaus am 14. Februar 2013 hat die zuständige Senatorin Frau Kolat erklärt, dass die Finanzierung wegen mehrfacher Verstöße gegen das Berliner Nichtraucherschutzgesetz vom 16. November 2007 eingestellt werden solle.

Dies ist ein ungewöhnlicher Vorgang: Warum fand sich in den Gesprächen mit dem Träger keine adäquate Lösung? Frau Kolat sollte umgehend die Weiterfinanzierung des Griechischen Kulturzentrums sicherstellen und durch weitere Gespräche die Raucherproblematik klären.

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