Gute Entscheidung für Stadtmuseum

DIE LINKE im Abgeordnetenhaus

Dr. Thomas Flierl zur Investitionsentscheidung des Senats

Zur Investitionsentscheidung des Senats zugunsten der Stiftung Stadtmuseum erklärt das Mitglied des Kulturausschusses Dr. Thomas Flierl:

Die Linksfraktion begrüßt die Entscheidung des Senats. Die erfolgte schrittweise Sanierung des Märkischen Museums (in den letzten Jahren vor allem durch Lotto-Mittel) wird nun durch eine Gesamtinvestition für das Märkische Museum und das Marinehaus abgelöst, das Stadtmuseum findet in absehbarer Zeit eine erweiterte Arbeitsgrundlage.

Die Vorarbeiten der letzten Legislaturperiode haben Früchte getragen: die notwendige Profilierung des Stadtmuseums als Ort gesamtstädtischer Geschichtsarbeit (auch in selbstbewusster Ergänzung und Konkurrenz zum Deutschen Historischen Museum), die Neubesetzung der Leitung durch die Generaldirektorin Dr. Nentwig und die Ausarbeitung des neuen Standortkonzeptes mit der notwendigen Erweiterung des Märkischen Museums durch das Marinehaus vor allem als Ort zeitgeschichtlicher Ausstellungen.

Das Märkische Museum, durch den wunderbaren Bau von Ludwig Hoffmann, der verschiedene historische Bauformen der Mark Brandenburg kombinierte, selbst ein Denkmal seiner selbst und für zeitgeschichtliche Ausstellungen wenig geeignet, bedarf dringend der Erweiterung durch ein Ausstellungsgebäude. Mag das Märkische Museum für die große Fontane-Ausstellung vor vielen Jahren noch geeignet gewesen sein, die großen stadtgeschichtlichen Themen des 20. Jahrhunderts, deren Aufarbeitung wir vom Stadtmuseum erwarten dürfen, brauchen größere flexible Räume. Mit dem Marinehaus wurde in unmittelbarer Nachbarschaft das ideale Gebäude gefunden.

Gut, dass Klaus Wowereit, der den Plänen lange Zeit ablehnend gegenüberstand, sich hat überzeugen lassen. Gewiss weiß er längst, dass erweiterte Ausstellungsräume und geschichtspolitische Ansprüche an das Stadtmuseum spätestens mit dem Marinehaus auch einen eigenen Ausstellungsetat erfordern.

Mit der Senatsentscheidung sieht sich die Linksfraktion in ihren lange verfolgten kulturpolitischen Bemühungen für eine Stärkung des Stadtmuseums, die auf ihre Initiative jeweils in die Koalitionsverträge 2002 und 2006 Eingang fand, bestärkt und belohnt.

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