Hochhausplanung Alexanderplatz – Debatte muss weitergehen
Koalition verschleppt Debatte um die Pläne seit dem Frühjahr letzten Jahres
Zur heutigen Debatte über die Hochhausplanung am Alexanderplatz erklärt die stadtentwicklungspolitische Sprecherin Katrin Lompscher:
Es ist bedauerlich, dass sich der Stadtentwicklungsausschuss nicht zu einer fraktionsübergreifenden Beschlussfassung zur Zukunft des Alexanderplatzes durchringen konnte. Dabei sind durchaus Schnittmengen vorhanden, die ein gemeinsames Votum möglich scheinen ließen. Insbesondere das allgemeine Bekenntnis zur bestandorientierten Weiterentwicklung der Planung, zum Erhalt und zur Unterschutzstellung vom »Haus des Reisens« und vom »Haus des Berliner Verlages« ist erfreulich.
Es bestehen aber auch inhaltliche Differenzen. Am problematischsten ist die unklare Position der Koalition zum Alexa-Hochhaus, da hier derzeit Baurecht besteht und eine Realisierung ohne Befassung des Abgeordnetenhauses möglich ist. Die Koalition ist gegen eine Reduzierung der Gebäudehöhen auf maximal 125 Meter (wie das Hotel Park Inn). Eine nochmalige kritische Auseinandersetzung mit dem Hines-Hochhaus wird nicht für erforderlich gehalten.
Weil die Koalition die Debatte um neue Pläne für den Alexanderplatz seit dem Frühjahr letzten Jahres verschleppt hat, besteht die Gefahr, dass mit dem Wettbewerb für das Hines-Hochhaus bereits Fakten geschaffen werden, ohne dass die Gesamtplanung zeitgemäß überarbeitet wird. Das Gleiche droht mit dem Alexa-Hochhaus. Das sehen wir weiter kritisch und wollen mit der heute vorgelegten Visualisierung und Variantenuntersuchung die Debatte weiter führen. Dazu hat die Fraktion DIE LINKE auf der Grundlage der realen kartographischen Daten, topographischen Gegebenheiten und bekannten Planungsvorstellungen für einige wichtige Sichtachsen Fotomontagen aus der Fußgängerperspektive erstellt.
Anlagen: Visualisierung 1 | Visualisierung 2 | Visualisierung 3

