Humboldt-Forum: Berliner Sachverstand nicht ignorieren!
LINKE verlangt Einbeziehung der Stiftung Stadtmuseum und der Zentral- und Landesbibliothek
Der kulturpolitische Sprecher Wolfgang Brauer erklärt:
Der Regierende Bürgermeister und Kultursenator Michael Müller erläuterte heute vor dem Kulturausschuss des Abgeordnetenhauses seine Vorstellungen über die Gestaltung des Berliner Anteils am Humboldt-Forum in der Schloss-Replik. In den »Berliner Räumen« soll »Zukunft, Geschichte und Gegenwart der Metropole Berlin« dargestellt werden. Was um so unterstützenswerter ist, da in den letzten Jahren die Stiftung Stadtmuseum Berlin vom Vorgänger Michael Müllers eine geradezu sträfliche Vernachlässigung erfuhr.
Befremdlich ist für uns aber, dass in den neuen Projektüberlegungen für das Humboldt-Forum das Landesmuseum für Geschichte und Kulturgeschichte Berlins keine Rolle spielt. Die geplante »große Inszenierung« soll »von einer international renommierten Kuratorin, einem Kurator oder Kuratorenteam« (so das Konzept) realisiert werden.
Ein Ausdruck nachhaltiger Kulturpolitik ist eine solche Eventisierung nicht. Wir verlangen für die Entwicklung des neuen Konzeptes die unverzügliche Einbeziehung der Stiftung Stadtmuseum und der Zentral- und Landesbibliothek, zu der immerhin das renommierte Zentrum für Berlin-Studien gehört.

