Immer schön auf der Matte bleiben, Herr Wowereit!
Allein die Bewerbung für Olympische Spiele würde Berlin ca. 30 Millionen Euro kosten
Die sportpolitische Sprecherin Dr. Gabriele Hiller erklärt:
Berlin hat in den vergangenen Jahren unter Beweis gestellt, dass es großartige internationale Wettkämpfe ausrichten kann. Allerdings entbehrt die immer wiederkehrende Behauptung des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereits, Berlin könne sich sofort für Olympische Spiele bewerben, jeder Realität: Berlin sitzt auf einem Riesenschuldenberg, der täglich sechs Millionen Euro Zinsen kostet, jährlich um zwei Milliarden Euro anwächst. Allein die Bewerbung für Olympische Spiele würde das Land Berlin ca. 30 Millionen Euro kosten.
Nicht eine der vorhandenen Sportstätten entspräche den olympischen Normen, es wären also enorme Investitionen notwendig, um olympiagerecht zu werden. Und die Schuldenfalle, in der Städte wie Athen und Atlanta sitzen, die auch durch die Ausrichtung von Olympischen Spielen verstärkt wurde, sollte zumindest eine Warnung auch für Berliner politisch Verantwortliche sein.
Es mag sein, dass der DOSB solche Worte – noch dazu in der Hauptstadt – gerne hört. Sie sind jedoch sind in erster Linie der Berliner Bevölkerung verpflichtet. Also: Immer schön auf der Matte bleiben, Herr Wowereit!

