Kann das LaGeSo machen, was es will?
LaGeSo will Flüchtlingskinder künftig in den Containersiedlungen unterrichten lassen
Die bildungspolitische Sprecherin Regina Kittler erklärt:
Offensichtlich plant das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo), Flüchtlingskinder künftig in den Containersiedlungen zu unterrichten. So wurde erneut bei der Planungskonferenz für das Bucher Containerdorf in Pankow am 3. Dezember 2014 darauf hingewiesen, dass für die Begrüßungsklassen auch Unterrichtsräume in den Containersiedlungen eingerichtet werden.
Dies steht im Widerspruch zu den bisherigen Äußerungen der Senatsbildungsverwaltung, die sich entschieden für einen Unterricht in den Regelschulen ausgesprochen hat. Wir erwarten, dass die Sozialverwaltung von Senator Czaja und die Bildungsverwaltung von Senatorin Scheeres hier abgestimmt vorgehen.
Es ist schlimm genug, dass geflüchtete Menschen aufgrund der Versäumnisse im Senat nun in großen Containersiedlungen und nicht in Wohnungen oder anderen Gebäuden untergebracht werden. – Flüchtlingskinder und Jugendliche, besonders die Mädchen, haben vielfach keine normalen Bildungschancen gehabt. Zum Teil sind sie traumatisiert. Ihnen nun auch den Kontakt zu Gleichaltrigen zu erschweren und sie zu separieren, ist nicht hinnehmbar.
Die Linksfraktion hat zum nächsten Plenum einen Antrag (DS 17/2002) eingebracht, der die Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses zu einem eindeutigen Bekenntnis für einen Besuch von geflüchteten Kindern und Jugendlichen in den Regelschulen auffordert und Veränderungen in der Planung durch den Senat und für sein Vorgehen sowie eine enge Zusammenarbeit mit den Bezirken vorschlägt.

