Keine Ehrung von »Euthanasie«-Tätern!

DIE LINKE im Abgeordnetenhaus

Herbert Linden war nicht Opfer, er war Gewalttäter

Der kulturpolitische Sprecher Wolfgang Brauer erklärt:

Wie die »Berliner Zeitung« heute berichtet, wird das Grab von Herbert Linden, einem der Hauptverantwortlichen für das Mordprogramm der Nationalsozialisten an Menschen mit Behinderungen, auf dem Zehlendorfer Waldfriedhof immer noch als Grab eines »Opfers von Krieg und Gewaltherrschaft« anerkannt und entsprechend mit öffentlichen Mitteln gepflegt.

Die Haltung des rot-schwarzen Senats, der sich trotz inzwischen erfolgter Bürgerproteste als handlungsunwillig erweist, ist absolut nicht nachvollziehbar. Dies gilt besonders vor dem Hintergrund, dass gestern die »T4«-Gedenkstätte an der Berliner Tiergartenstraße in neuer, würdig gestalteter Form der Öffentlichkeit übergeben wurde.

Es ist unerträglich, dass NS-Massenmörder, die sich nach Kriegsende ihrer Verantwortung – egal ob durch Suizid oder durch »Untertauchen« – entzogen, in Berlin immer noch als Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gelten können. Herbert Linden war nicht Opfer, er war Gewalttäter. Er organisierte den Massenmord und war an dessen Ausführung unmittelbar beteiligt.

Wir fordern den Berliner Senat auf, der auf dem Zehlendorfer Waldfriedhof manifesten Schande unverzüglich ein Ende zu bereiten!

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