Kniese-Schule auf dem Weg zur inklusiven Schule unterstützen

Regina KittlerDIE LINKE im Abgeordnetenhaus

Gemeinsamer Unterricht von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Sehbehinderung

Die bildungspolitische Sprecherin Regina Kittler erklärt:

Wie Bildungssenatorin Scheeres gestern in der Plenarsitzung mitteilte, steht sie der Zukunft der Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule als Inklusive Schwerpunktschule für einen gemeinsamen Unterricht von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Sehbehinderung aufgeschlossen gegenüber. So sei das Konzept der Schule auch nicht abgelehnt worden, betonte sie in einer Antwort auf meine Anfrage. Allerdings wolle sie erst die Vorschläge abwarten, die ein vom Senat berufener Beirat im Frühjahr 2013 vorlegen wird.

Soviel Zeit ist aber nicht, denn ab Februar beginnen die Anmeldungen für die 7. Klassen. Vorher müssen Eltern informiert und sicher auch ein Tag der offenen Tür organisiert werden.

Die Fraktion DIE LINKE kann nicht verstehen, warum in der Kniese-Schule bereits gelebte Praxis des gemeinsamen Lernens von Kindern mit und ohne Sehbehinderung in der Grund- und in der Sekundarstufe nicht weiter zugelassen werden soll, obwohl Kollegium, Eltern und Schülerschaft das wollen.

Die Linksfraktion fordert deshalb den Senat auf, statt Hürden aufzubauen, einen Weg zu finden, auf dem sich das in der Praxis wachsende inklusive Schulkonzept der Kniese-Schule weiter entwickeln kann. Senatorin Scheeres ist gefordert, diesen Weg, zum Beispiel über einen Schulversuch, rechtlich zu sichern.

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