Koalition muss über besseres Kitaangebot nachdenken statt über Kitapflicht

DIE LINKE im Abgeordnetenhaus

Kita-Pflicht ebenso kontraproduktiv wie christdemokratische Betreuungsgelder

Zur Diskussion über eine Kita-Pflicht für alle Kinder erklärt das Mitglied des Fraktionsvorstands Wolfgang Albers:

Senator Czaja schmückt sich mit fremden Federn und Fraktionschef Saleh stürzt sich mit alten Debatten ins Sommerloch. Immer wieder über eine rechtlich wie politisch überhaupt nicht durchzusetzende Kita-Pflicht zu reden, ist ebenso kontraproduktiv wie christdemokratische Betreuungsgelder.

Die Ergebnisse der Einschulungsuntersuchungen für das Jahr 2012, die der amtierende Sozialsenator Czaja gerade zwar stolz vorgestellt, aber politisch nicht verantwortet hat, belegen, dass in den Jahren unter Rot-Rot auch im Vorschulbereich eine kluge Schwerpunktsetzung erfolgt ist, die jetzt Früchte trägt.

Die drei beitragsfreien Kita-Jahre, die die Koalition von SPD und Linke gegen die heftigste Kritik der damaligen Opposition eingeführt hat, zeigen nun die erwarteten Resultate.

Der Senat ist gut beraten, den eingeschlagenen Weg über eine noch verbesserte finanzielle und personelle Ausstattung der Kindertagesstätten als Bildungseinrichtungen weiter zu verfolgen.

Die Akzeptanz für die Anmeldung möglichst aller Kinder in einer Kita erreicht man über die Qualität des Angebots, nicht über Sommerlochdebatten. Die Koalition sollte deshalb, statt über eine Kita-Pflicht zu räsonieren, über ein besseres Kita-Angebot nachdenken. Wie viel das SPD und CDU wert ist, wird sich in den kommenden Haushaltberatungen zeigen.

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