Kritik an Gesundheitspolitik völlig absurd
Wer sich ohne Not zum Hansel der Tabaklobby macht ...
Zur Forderung des Berliner Ärztekammerpräsidenten an die zukünftige Berliner Koalition, nach 10 Jahren rot-roter Gesundheitspolitik in Berlin die Grundlagen für eine tragfähige Gesundheitspolitik zu schaffen, erklärt der gesundheitspolitische Sprecher Dr. Wolfgang Albers:
Die Kritik ist absurd. Berlin hat in den letzten 10 Jahren eine tragfähige Gesundheitspolitik erlebt. Die Stärkung der Landesgesundheitskonferenz und der Ausbau der nachhaltigen Gesundheitsberichterstattung sind anerkannter Ausdruck einer solchen Politik.
Wesentlich war auch die Konsolidierung des öffentlichen Krankenhausunternehmens Vivantes, das für die Berliner Patientinnen und Patienten vor der Privatisierung gerettet wurde.
Eine Baustelle bleibt die Sicherstellung der ambulanten medizinischen Versorgung in der Fläche. Hier wäre ein Engagement des Ärztekammerpräsidenten gegen die Flucht seiner niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen zu den Fleischtöpfen wünschenswert. Wer sich ohne Not zum Hansel der Tabaklobby macht, sollte anstatt über vermeintliche Versäumnisse rot-roter Gesundheitspolitik zu räsonieren, vielleicht besser über den eigenen Rücktritt nachdenken.

