Kulturausschuss-Vorsitzende Ströver nimmt es mit der Wahrheit nicht so genau

Aus dem Abgeordnetenhaus

Die Fusion zwischen DSO und RSB ist vom Tisch

Die kulturpolitischen Sprecher von SPD-Fraktion und Linksfraktion, Brigitte Lange und Wolfgang Brauer, begrüßen, dass die Fusion zwischen DSO und RSB vom Tisch ist.

»DSO und RSB werden als selbstständige Orchester erhalten bleiben. Die Fusion dieser international renommierten Ensembles wäre unsinnig gewesen und wurde von uns von Anfang an abgelehnt«, so Brigitte Lange.

Wolfgang Brauer: »Das Land Berlin wird trotz seiner schwierigen Haushaltslage seinen Zuschuss an die ROC GmbH um zusätzliche 1,2 Mio. Euro erhöhen. Die übrigen Gesellschafter werden ihre Anteile vertragsgerecht in der festgeschriebenen Proportionalität aufstocken.«

In der gestrigen Gesellschafterversammlung hat das Land Berlin als erster Vertreter gegen die Fusion gestimmt. Der Bund als größter Anteilseigner hat sich erfreulicherweise dieser Haltung angeschlossen. Dieser Sachverhalt ist selbstverständlich auch der Vorsitzenden des Kulturausschusses, Alice Ströver, bekannt. Dennoch hat sie in der heutigen Sondersitzung des Kulturausschusses wider besseres Wissen das Gegenteil behauptet. Damit hat sie nicht nur gezeigt, welches Verhältnis sie zur Wahrheit hat, sondern sie hat auch die Neutralität ihres Amtes als Ausschussvorsitzende missbraucht, so die beiden Kulturpolitiker.

In der Sitzung des Kulturausschusses am 15. Februar, in der ausführlich das konkrete Konzept der ROC GmbH für die weitere Entwicklung der Berliner Orchester besprochen wird, erwarten wir eine Klarstellung von der Ausschussvorsitzenden.

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