Lehrer verdienen Kuchen statt Brosamen
LINKE solidarisch mit streikenden 3.000 Lehrerinnen und Lehrer in Berlin
Zu den Forderungen der angestellten Lehrerinnen und Lehrer erklärt die bildungspolitische Sprecherin Regina Kittler:
Die Linksfraktion erklärt sich solidarisch mit den Forderungen der heute streikenden 3.000 Lehrerinnen und Lehrer in Berlin. Der Senat ist gut beraten, sich mit der GEW zügig an einen Tisch zu setzen und Verhandlungen zum Abbau von Ungerechtigkeiten zwischen Angestellten und Beamten aufzunehmen. Das gestrige Urteil des Arbeitsgerichts hat gezeigt, dass der Senat mit seiner Verweigerungshaltung nicht weiter kommt.
Um den Streiks zuvor zu kommen hat der Senat den Lehrerinnen und Lehrern gestern Angebote vor die Nase gesetzt, die nicht nur den schlechten Stil des Umgangs unterstrichen haben. Deutlich wurde auch, dass die SPD-CDU-Koalition wieder nur Brosamen bieten will, wo die Lehrerinnen und Lehrer in der Stadt Kuchen verdient haben.
So wird die Arbeitszeitverlängerung von bis zu zwei Unterrichtsstunden vom Jahre 2003 ohne akzeptablen Ausgleich zementiert. Mit zwei Weiterbildungstagen zusätzlich in den Ferien wird die Kompensation der Arbeitszeitverlängerung zudem gleich wieder zurückgenommen. Auch das Angebot an Absolventinnen und Absolventen des Lehramtsstudiums, mit Mangelfächern das reguläre Referendariat zu überspringen und gleich voll in der Schule unter Zusicherung eines anschließend garantierten Arbeitsplatzes einsteigen zu dürfen, folgt lediglich der Not, dass die Berlin Schulen einen Fachlehrermangel haben.
Was fehlt, sind umfassende Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Lehrerinnen- und Lehrerberufs. Die Linksfraktion ruft den Senat auf, sich dazu endlich mit der GEW an den Verhandlungstisch zu begeben und bietet den Koalitionsparteien eine konstruktive Zusammenarbeit im Interesse der Berliner Schule an.

