LINKE gedenkt Hatun Sürücü

DIE LINKE im Abgeordnetenhaus

Kranzniederlegung am Gedenkstein in der Oberlandstraße

Die frauenpolitische Sprecherin Evrim Sommer erklärt:

Hatun Sürücü, eine Berlinerin mit kurdischen Wurzeln, wurde am 7. Februar 2005 von ihrem Bruder kaltblütig ermordet. Hatuns eigenständiger Lebensstil kollidierte mit den streng patriarchalischen Moralvorstellungen ihrer Familie.

Am Donnerstag, den 7. Februar, um 11.00 Uhr, findet zum 8. Jahrestag ihrer Ermordung am Gedenkstein in der Oberlandstraße/ Ecke Oberlandgarten in Berlin-Tempelhof eine Kranzniederlegung statt. Die Fraktion DIE LINKE im Berliner Abgeordnetenhaus nimmt an dieser Gedenkveranstaltung teil.

Obwohl dem schrecklichen Tod Hatun Sürücüs eine breite gesellschaftliche Auseinandersetzung über Partizipation, Emanzipation und Menschenrechte in Berlin gefolgt war, ist das Problem bis heute nicht gelöst. Immer wieder werden selbstbewusste Frauen aus streng patriarchalischen Familien Opfer von Gewalt. Dies zeigte gerade erst der Prozess gegen Fendi Ö. Darüber hinaus nimmt das Problem zu und nicht ab. Es ist deshalb höchste Zeit, in eine effiziente Aufklärungsarbeit insbesondere an Schulen voranzutreiben. Den hier lebenden Menschen, die aus streng patriarchalen Familien stammen, muss verdeutlicht werden, dass ein sogenannter Ehrenmord keinesfalls Ehre wieder herstellt, sondern nur Menschen tötet und Familien zerstört. Ebenso muss das Netz von Schutzeinrichtungen ausgebaut und effizienter gestaltet werden und finanziell abgesichert sein.

Alle Menschen haben ein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben! Hatun Sürücü bleibt unvergessen!