Linksfraktion verlangt Aufklärung über möglichen V-Mann beim LKA

Udo WolfDIE LINKE im Abgeordnetenhaus

Bundesweit bekannter Neonazi Nick Greger

Der Fraktionsvorsitzende Udo Wolf erklärt:

Die Linksfraktion in Thüringen hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass sie derzeit Hinweise prüft, wonach ein ehemaliger militanter Neonazi, der sich derzeit in Thüringen aufhält, möglicherweise als Vertrauensperson beim Berliner Landeskriminalamt geführt wurde. Bei der betreffenden Person handelt es sich um den bundesweit bekannten Neonazi Nick Greger, der Rechtsruckkonzerte organisierte und wegen neonazistisch motivierter Straftaten in Haft saß. Im Jahr 2000 wurde er verurteilt, weil er zusammen mit dem bekannten V-Mann Carsten S. alias »Piatto« einen Sprengstoffanschlag auf politische Gegner vorbereitet hatte.

Greger behauptete im Dezember 2013 in einem rechtspopulistischen Magazin, dass zwei Beamte des Berliner LKA bemüht gewesen seien, ihn in Thüringen aufzusuchen. Sie hätten ihm nahegelegt, nicht in einem Untersuchungsausschuss zum V-Mann »Piatto« auszusagen.

Wir werden deshalb am Montag im Innenausschuss nachfragen, welche Verbindungen zwischen dem Berliner LKA und Nick Greger bestanden haben. War oder ist dieser eine V-Person? Ist es zutreffend, dass das LKA ihn kürzlich aufgesucht hat und kann Innensenator Henkel ausschließen, dass eine Verbindung zum NSU-Komplex besteht?

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