Maßnahmen gegen Abwanderung von Lehrkräften müssen zügig kommen

Regina KittlerDIE LINKE im Abgeordnetenhaus

Drohender Fachkräftemangel in den nächsten Jahren in Berliner Schulen

Die bildungspolitische Sprecherin Regina Kittler erklärt:

Kurz vor Schuljahresende warten viele junge Lehrkräfte, die jetzt ihr Studium oder ihr Referendariat abgeschlossen haben oder schon im Schuldienst der Stadt sind, vergebens auf ein Signal des Senats.

Dieser räumt in der Beantwortung meiner Kleinen Anfrage zwar ein, dass aktuell geprüft werde, »mit welchen Maßnahmen die Attraktivität des Lehrerberufes weiter gesteigert werden kann«. Doch bislang gibt es keinen konkreten Vorschlag, der über die bereits von Rot-Rot beschlossene Bezahlung nach der höchsten Erfahrungsstufe hinaus geht.

Die Linksfraktion erwartet hier eine Beschleunigung der Prüfung und vor allem schnelles Handeln, denn ein Teil der Junglehrerinnen und Junglehrer droht, Berlin Richtung anderer Bundesländer zu verlassen. So halten sich Zu- und Abwanderung nach und von Berlin nach Aussage der Senatsverwaltung zwar derzeit die Waage. Die Erfassung des Lehrkräftewechsels ist allerdings wenig differenziert. So wird z.B. nicht erfasst, wie viele von den im Jahr 2011 nach Berlin als Beamtinnen und Beamte versetzten ca. 200 Lehrkräften hier ausgebildet wurden, also »Rückkehrerinnen« bzw. »Rückkehrer« sind.

Angesichts drohenden Fachkräftemangels in den nächsten Jahren in Berliner Schulen und der Zunahme der Mangelfächer durch Pensionierungen fordern wir den Senat auf, zügig ein Konzept vorzulegen. Wir erwarten dabei eine Gleichstellung der angestellten Lehrerinnen und Lehrer mit den verbeamteten Lehrkräften.

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