Neuer Integrationsbeauftragter ohne neue Handlungsfreiheit

Hakan TaşDIE LINKE im Abgeordnetenhaus

Zur Ernennung von Andreas Germershausen

Zur Ernennung von Andreas Germershausen als neuen Integrationsbeauftragten erklärt der Sprecher für Inneres, Partizipation und Flüchtlinge Hakan Taş:

Der langjährige stellvertretende Integrationsbeauftragte Andreas Germershausen ist eine erfahrene und kompetente Persönlichkeit, die dieser Aufgabe gewachsen sein wird. Wir wünschen ihm in seiner neuen Verantwortung viel Erfolg.

Es stellt sich allerdings die Frage, warum zwei Bewerbungsverfahren notwendig waren, um dann eine interne Entscheidung zu treffen? Das hätte Integrationssenatorin Kolat auch weniger opulent haben können.

Germershausen wird der dritte Integrationsbeauftragte in ihrer knapp vierjährigen Amtszeit sein. Eine Fluktuation, die sicherlich auch damit zu tun hatte, dass Senatorin Kolat den Integrationsbeauftragten die von ihren Vorgängern gewährte Handlungsfreiheit nicht zugestand. Dass sich hier etwas ändert, ist nicht zu sehen.

Dabei wäre es gut und wichtig, wenn Berlins neuer Integrationsbeauftragter angesichts der großen Herausforderungen in der Stadt wieder die Möglichkeit erhielte, auch kritisch zur Senatspolitik Stellung zu beziehen. In der Rolle als »Sprachrohr für die Migranten in der Stadt«, wie es sich die Senatorin wünscht, sehen wir ihn dabei eher nicht. Denn die zahlreichen Verbände von Migrantinnen und Migranten in Berlin sind durchaus in der Lage, für sich selbst zu sprechen.

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