Ja! Nein! Doch! Oh! – Senat weiter auf Schlingerkurs bei Expo und Olympia
Im heutigen Sportausschuss fragte der sportpolitische Sprecher der Linksfraktion, Kristian Ronneburg, wie sich der Sinneswandel des Regierenden Bürgermeisters von einer Ablehnung einer Berliner Expo-Bewerbung für 2035 hin zu einer Unterstützung einer solchen Bewerbung gemeinsam mit Brandenburg auf die Bewerbung Berlins für Olympische Spiele auswirke, nachdem zuvor erklärt wurde, dass eine parallele Bewerbung für ein zweites Großereignis ein Hindernis für eine erfolgreiche Olympiabewerbung sei.
Die zuständige Staatssekretärin insistierte daraufhin auf der Aussage der Sportsenatorin Spranger: „Olympia ja, Expo nein!“ und darauf, dass es keinen Senatsbeschluss zur Expo geben wird.
Dazu erklärt Kristian Ronneburg:
„Dieser Schlingerkurs offenbart einmal mehr die komplette Uneinigkeit im Senat und auch innerhalb der Koalition. Während die Sportsenatorin von der SPD auf „Olympia und nichts anderes“ beharrt, wechselt der Regierende Bürgermeister seine Positionen wie seine Tennisschläger und von der Seite ruft der Spitzenkandidat der SPD „Berlin oder Trump“ und fordert, alles für eine erfolgreiche Expo-Bewerbung zu unternehmen.
Wer selbst nach monatelanger Debatte nicht in der Lage ist, sich auf eine gemeinsame, konsistente Position zu verständigen, der sollte besser gleich die Finger von einer Bewerbung samt kostspieligen Marketingkampagne lassen und den Berlinerinnen und Berliner dieses traurige Schauspiel einer vorgetäuschten Bürgerbeteiligung ersparen.“

