Vonovia muss alle Mieterhöhungen zurücknehmen!

Gestern ließ die Vonovia durch den Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen Gaebler verlautbaren, dass sie keine Mieterhöhungen mehr auf Grundlage erfundener Mietspiegelmerkmale verschicken werde und noch laufenden Auseinandersetzungen dazu vor Gericht einstellen werde. Auf Pressenachfragen teilte Vonovia allerdings auch mit, dass da, wo die Mieterhöhungen bereits durch die Mieter akzeptiert wurden, keine Rücknahme erfolgt.

Dazu erklärt Niklas Schenker, Sprecher für Mieten, Bauen und Wohnen der Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus: 

„Nachdem die Vonovia vor Gericht eine Klatsche nach der anderen erlitten hat und diese ignoriert haben, stellen sie ihre Abzockmasche jetzt endlich ein.

Dass Vonovia dabei bereits vollzogene Mieterhöhungen nicht zurücknimmt, ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten. Oma Erna die im Vertrauen unterzeichnet hat und die alleinerziehende Mutter die keine Kapazitäten für einen Konflikt mit der Vonovia hat, weil sie sich den ganzen Tag auf der Arbeit krummlegt, um die Miete zahlen zu können, sind die Geschädigten dieser Abzocke. Die Vonovia muss alle Mieterhöhungen zurücknehmen! 

Ich fordere den Regierenden Bürgermeister Wegner und Senator Gaebler auf, mit diesem Ziel auf Vonovia einzuwirken, statt Steuergelder für Fantasiegutachten bei Vonovia-Kanzleien zu verschwenden, um den kläglichen Versuch zu unternehmen, den erfolgreichen Volksentscheid Deutsche Wohnen & Co. enteignen zu delegitimieren. Die Expert*innen-Kommission des Senats hat längst aufgezeigt, dass er verfassungsrechtlich zulässig ist. Und Vonovia zeigt jeden Tag aufs Neue, warum es auch dringend notwendig ist.“