Noch ein großer Bluff von Arbeitssenatorin Kolat
Senatorin will 20.000 Langzeitarbeitslose durch Jobcoaching dauerhaft vermitteln
Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin Elke Breitenbach erklärt:
20.000 Langzeitarbeitslose will Berlins Arbeitssenatorin Kolat durch Jobcoaching dauerhaft vermitteln. Im Dezember letzten Jahres groß angekündigt, erweist sich ihr Plan, Arbeitssuchende mit einem Coach an der Seite und durch Qualifizierung zu fördern und dabei mit den Unternehmen der Stadt zusammen zu arbeiten, als ein weiterer großer Bluff.
Wie aus der Beantwortung einer Kleinen Anfrage der Linksfraktion (DS 17/11684) hervorgeht, zeigen Berlins Unternehmen – nicht einmal die Landesunternehmen – Interesse an den Angeboten. Gefragt, wie viele Unternehmen im Rahmen der Förderung von Arbeitsverhältnissen (FAV) inzwischen das Jobcoaching und die Qualifizierungsmaßnahmen nutzen, musste die Senatsverwaltung einräumen, dass derzeit »noch keine verbindliche Vereinbarungen mit Unternehmen abgeschlossen worden. In drei Fällen laufen vertiefende Gespräche zur Umsetzung«. Von den FAV-Beschäftigten in der öffentlich geförderten Beschäftigung (ögB) sind lediglich 90 in einer Qualifizierungsmaßnahme.
Arbeitssenatorin Kolat trägt die angeblichen Erfolge ihrer Politik wie ein Mantra vor sich her, aber passiert ist nichts. Es fehlt ein Konzept und es gibt keine verbindliche Struktur für die Zusammenarbeit der arbeitsmarktpolitischen Akteure – so bleiben die Maßnahmen wirkungslos und die Mittel für die aktive Arbeitsmarktpolitik weiter ungenutzt. Leidtragenden sind die Erwerbslosen.
Wie bei fast allen wichtigen Themen in der Stadt geht die Politik der SPD-CDU-Koalition auch bei der Förderung von Langzeiterwerbslosen nicht über bloße Ankündigungen hinaus.

