Olympia ist keine Lösung für die Probleme der Stadt
Umfrage-Ergebnis ist kein Nachweis von besonderer Olympiabegeisterung in Berlin
Zum Ergebnis der Olympia-Umfrage des DOSB erklärt der Fraktionsvorsitzende Udo Wolf:
Das fast Fifty-Fifty-Ergebnis ist kein Nachweis von besonderer Olympiabegeisterung in Berlin. Wenn der Senat jetzt glaubt, dass von 55 Prozent der 1500 im Auftrag des DOSB befragten Berlinerinnen und Berlinern ein Signal für eine Bewerbung zu den Spielen ausgeht, liegt er falsch.
Die Umfrage eines Meinungsforschungsinstituts kann genauso wenig wie die geplante Volksbefragung im Herbst eine verfassungsgemäße Bürgerbeteiligung ersetzen. Nur diese könnte verlässlich Auskunft darüber geben, ob die Berlinerinnen und Berliner eine folgenschwere Bewerbung für Olympische Spiele mehrheitlich unterstützen.
Verantwortliche Politik stützt ihr Handeln nicht auf Umfragen von Meinungsforschungsinstituten. Die Linksfraktion hält eine Bewerbung Berlins für falsch, weil Olympia die Probleme der Stadt nicht löst. Die Stadt braucht dringend Investitionen in Krankenhäuser, bezahlbare Wohnungen und in qualifiziertes Personal. Es ist nicht hinnehmbar, wenn stattdessen vor allem in Sportstätten investiert werden, um sie olympiatauglich zu machen.

